Perimeterschutz und Konzept

Zutrittskontrollsysteme und Perimetersicherheit im Zeitalter hybrider Bedrohungen

Geopolitische Spannungen und veränderte wirtschaftliche Rahmenbedingungen verlangen von Unternehmen eine Neuausrichtung ihrer Sicherheitsstrategie. Physische und betriebliche Sicherheit rücken nach Jahren technologischer Insellösungen wieder in das strategische Zentrum moderner Unternehmensführung.

Gewachsene Insellösungen statt ganzheitlicher Resilienz

Über Jahre hinweg investierten Betriebe kontinuierlich in Videoüberwachung, Einbruchmelde- und Zutrittskontrolltechnik. Zaun- und Perimetersicherung wurde, wenn überhaupt, überwiegend rudimentär und nicht schlüssig durchgeführt. Diese Investitionen erfolgten meist reaktiv, punktuell oder auf Einzelliegenschaften beschränkt. In einem weitgehend stabilen Umfeld schien dieses Vorgehen ausreichend.

Veränderte Risikoprofile und neuartige Angriffsmuster erfordern heute jedoch ein grundlegendes Umdenken. Daraus resultiert ein zunehmender Sicherheitsgedanke der letztlich auch begründet und erkennbar ist.

Die Philosophie des KRITIS-Dachgesetzes verdeutlicht, dass zeitgemäße Sicherheit ganzheitlich konzipiert sein muss:

Technische Systeme und Sicherheitsdienstleistungen müssen nahtlos und sinnvoll ineinandergreifen.

Früherkennungssysteme und frühzeitige Detektionen werden immer wichtiger.

Nicht einzelne Gebäude, sondern gesamte Unternehmenslandschaften stehen im Fokus.

Vor- und nachgelagerte Lieferketten sowie Dienstleisterbeziehungen gehören zwingend in das Risikomanagement.

Klare organisatorische Prozessstrukturen flankieren die physischen Barrieren.

Heterogene Altsysteme als Sicherheitsrisiko

In vielen Liegenschaften existiert ein uneinheitlicher Flickenteppich aus Altanlagen unterschiedlicher Baujahre und Hersteller. Es wurden über die Jahre teils unterschiedliche Schutzziele verfolgt. Diese Fragmentierung führt im operativen Betrieb zu gravierenden Schwachstellen.

Besonders deutlich zeigt sich dieses Phänomen in der Zutrittskontrolle

Zutrittskontrollsysteme sind häufig über die Jahre gewachsen sind. Eine Einheitlichkeit wurde nicht unbedingt verfolgt oder aus wirtschaftlichen oder organisatorischen Gründen nicht oder nur zum Teil umgesetzt.

Berechtigungskonzepte und Medienausgaben sind durch Personalwechsel und Strukturänderungen oft intransparent oder nicht mehr nachvollziehbar.

Mechanische und elektronische Komponenten arbeiten nicht oder unzureichend harmonisiert zusammen.

Betriebliche Abläufe haben sich weiterentwickelt, während die Schließkonzepte starr geblieben sind.

Besucherströme oder Parkraumbewirtschaftung wurden nicht konsequent in die Sicherheitsstruktur eingebunden.

Ähnliche Defizite prägen ebenfalls die Perimetersicherheit

Grundstücks- oder Gebäudeabschlüsse wurden nicht oder lückenhaft gesichert oder überwacht. Teilweise sind diese Zustände durch gewachsene Strukturen entstanden und nicht nachverfolgt.

Teilweise sind auch Zaunanlagen oder ähnliches im Bestand gewachsen, da die Wertigkeit des Primeterschutzes nicht gewürdigt wurde oder werden musste. Überwachungstechniken sind teils rudimentär verbaut, teils veraltet oder entsprechende nachgelagerte Maßnahmen nicht durchdacht und schlüssig.

Wie ist die Zugangs- und Zufahrt zu dem Gelände oder Gebäude geregelt? Gibt es einheitliche Lösungen über alle Gebäude oder Standorte hinweg? Wird die Regelung derart aufgebaut, dass Falsch oder Fehlbedienungen ausgeschlossen werden können? Werden die Regelungen von allen Nutzern (intern und extern) verstanden? Ist das Gesamtsystem flexible genug, um auf technische oder organisatorische Veränderungen regieren zu können, ohne das Schutzziele zu verfehlen oder aufzulösen?

Renaissance physischer Gefahrenlagen

Während die Cyberabwehr in den vergangenen Jahren hohe Aufmerksamkeit genoss, wurde die physische Kriminalität vernachlässigt, gewinnt aber wieder immens an Brisanz. Statistiken der polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) sowie Branchenerhebungen des Bundesverband Sicherheitstechnik e.V. (BHE) belegen steigende Einbruch- und Diebstahlszahlen bei dauerhaft niedrigen Aufklärungsquoten. Die Anzahl inländischer und ausländischer Sabotageanschläge nimmt merklich zu.

Das bedeutet im Rückkehrschluss, dass der Eigensicherung wieder vermehrt Beachtung geschenkt werden muss.

Die Bedrohungslage hat sich zu einem neuen Szenario gewandelt. Die Kriminalität erfolgt nicht nur aus dem Netz, sondern auch wieder vermehrt im physischen Bereich.

Schutzzielorientierte Modernisierung

Bestehende Sicherheitsinstallationen bedürfen einer systematischen Überprüfung hinsichtlich ihrer Schutzzielerfüllung. Strukturierte Risiko- und Schwachstellenanalysen identifizieren Gefahrenpotenziale entlang des gesamten Perimeters.

Intelligent gedacht, können Systeme, je nach Ausgangssituation, heute Alt- und Neusysteme ganzheitlich implementieren. Ausschlaggebend für moderne Sicherheitssysteme sind schlüssige Konzepte, die vorrangig schutzzielorientiert sind.

Maßgeblich für die Zukunftsfähigkeit ist ein schlüssiges Gesamtsystem, das Bedrohungen von innen wie von außen gleichermaßen adressiert.

Wir helfen gerne.

Ihr Team INSIPLAN